Die Geschichte Bad Säckingens

Die Geschichte Bad Säckingens

Die Geschichte der Säckinger Rheinbrücke

Die Holzbrücke

Die Bad Säckinger Holzbrücke ist mit einer Länge von 200 Metern die längste gedeckte Holzbrücke Europas. Die erste Brücke zwischen der Inselstadt Säckingen und dem linksrheinischen, heute schweizerischen Ufer wurde bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt.

Bis zum 19. Jahrhundert gehörten weite Teile des Fricktals, sowie entferntere Regionen in der Schweiz zum Grundbesitz des Säckinger Stifts. Es waren sogar die bedeutenderen Besitzungen des Stift. Deshalb kam dem Rheinübergang eine enorme Bedeutung zu.

Wann die älteste Brücke erbaut wurde und ob sie von Stift errichtet wurde, ist nicht bekannt. Während des Mittelalters wurde die Brücke wiederholt durch Hochwasser zerstört. 1570 entschloss sich die Stadt zu einem Neubau, wobei die Brücke – anders als zuvor – auf steinerne Pfeiler gesetzt wurde. Damals erhielt sie die heutige Form, so dass 1973 das 400-jährige Brückenjubiläum gefeiert werden konnte.

Ansicht vom Diebsturm
Ansicht vom Diebsturm beim Schlosspark

Während das Hochwasser der neuen Brücke nicht mehr viel anhaben konnte, vernichteten Kriegshandlungen wiederholt den hölzernen Aufbau. 1633 wurde die Brücke niedergebrannt und konnte erst zwanzig Jahre später erneuert werden. In jener Zeit zeichnete Merian die bekannte Ansicht der Stadt, wobei er die Brücke aus der Phantasie ergänzte, während in Wirklichkeit 1644 nur die steinernen Pfeiler erhalten waren.

die Holzbrücke

Der Transport wurde mit Hilfe von Fähren erledigt. Nach einer erneuten Zerstörung 1678 musste die Holzbrücke 1699/1700 neu erbaut werden. Dabei entstanden auch die beiden Kapellen. Aus dieser Zeit sind noch einige hölzerne Bauteile erhalten. Der größte Teil der hölzernen Joche ist jedoch das Werk des Laufenburger Brückenbaumeisters Blasius Baldischwiler, der den Umbau 1875 bis 1803 leitete.

Ansicht vom Schweizer Ufer
Ansicht vom Schweizer Ufer

1801 wurde der Hochrhein zur Staatsgrenze; 1806 fielen die vorderösterreichischen Gebiete an das Großherzogtum Baden. Die Brücke blieb Eigentum der Stadt Säckingen, bis sie 1869 vom badischen Staat übernommen wurde. 1843 wurde die Brücke renoviert, ebenso 1888.

Rheinbrücke mit Kapelle
Rheinbrücke mit Kapelle

Größere Reparaturen wurden 1925/26 durchgeführt, wobei das erste Joch erneuert wurde. 1960 bis 1964 mussten die Pfeiler erneuert werden, da es in Folge des Kraftwerksbaus zu einer Absenkung des Flussbetts um über drei Meter kam.

Bis 1979 diente die Holzbrücke als Bundesstrasse. Nach der Fertigstellung der neuen Fridolinsbrücke wurde sie für den motorisierten Verkehr gesperrt und kam zurück in den Besitz der Stadt Bad Säckingen.

Die Brückenheiligen.
In den beiden Kapellen stehen die Statuen des hl. Franz Xaver und des hl. Nepomuk. Die Nepomukstatue stiftete 1712 Patrik Petrus Stuart, ein naher Verwandter des schottischen Königsgeschlechts, der 1730 als Chorherr des Stifts starb.

Die Steinbrücke

Die Steinbrücke verband die Inselstadt mit der Vorstadt am rechten Rheinufer. Es war die einzige steinerne Brücke, die den Rhein im Mittelalter überspannte. Über ihre Geschichte ist fast nichts bekannt; sie wurde aber schon bei ihrer ersten schriftlichen Erwähnung 1280 als sehr alt bezeichnet. 1830 schüttete man die Steinbrücke bei der Eindämmung des rechten Rheinarms zu. Sie ist noch heute in geringer Tiefe im Boden unter der Steinbrückstraße.

ehemalige Steinbrücke
Ehemalige Steinbrücke

Grafik des früheren rechten Rheinarms mit der Steinbrücke. Links hinten der Gallusturm, vorn auf der Brücke die kleine Kapelle, die heute in der nördlichen Bergseestrasse steht.
(Original: Stadtarchiv Bad Säckingen)

Die Fridolinsbrücke

Die Fridolinsbrücke wurde 1979 eingeweiht. Die Baukosten trugen die Bundesrepublik gemeinsam mit dem Schweizer Kanton Aargau. Die Brücke ist 244 Meter lang; ihre lichte Höhe beträgt sechs Meter über dem höchsten schiffbaren Wasserstand.