
Kleinerer Entwurf für das ehemalige
Scheffeldenkmal, heute in einer Nische
an der Westseite des Schlosses
In Bad Säckingen genießt Scheffel, wie auch in den anderen Städten seines Wirkens – Karlsruhe, Heidelberg, Radolfzell – große Popularität. 1896 begannen die Bestrebungen zur Errichtung eines Denkmals. 1901 wurde auf dem Münsterplatz das Scheffeldenkmal aufgestellt. Es bestand aus einer bronzenen Scheffelbüste auf einem Granitsockel, jetzt im Schlosspark, einem überlebensgroßen, bronzenen Trompeter und einem Brunnen. Das Denkmal schuf der Münchner Bildhauer F. W. Menges. Die Kosten von 25.000 Reichsmark kamen durch Spenden und einen städtischen Zuschuss zusammen. Sogar Kaiser Wilhelm II. und Friedrich I. von Baden hattengespendet.
1941 fiel das Scheffeldenkmal der Metallspende zum Opfer. Nur die Scheffelbüste konnte gerettet werden. Anlässlich des 100. Geburtstages wurde 1926 in Säckingen ein großes Scheffelfest gefeiert; ein weiteres fand 1976 statt.
Auch in der Gegenwart ist die Verehrung Joseph Victor von Scheffels unbestritten, wenn auch sein literarischer Ruhm verblasst ist. Der Dichter, der den Namen Säckingens in die Welt trug, ist zu einem festen Bestandteil der Stadtgeschichte geworden.

Trompeterskulptur von Professor
Josef Henselmann im Schlosspark
Die Festspielgemeinde führt den "Trompeter" als Schauspiel auf; im Heimatmuseum (Schloss) ist Scheffel ein eigener Raum vorbehalten. Seit 1979 findet alljährlich ein Trompetenseminar statt, und seit 1985 besitzt das Museum eine kostbare Trompetensammlung.
Besuchen Sie unbedingt die Website Trompeter von Säckingen von Hans Fritsche. Sie bietet Ihnen zahlreiche Bilder und Infos zu Scheffel und dem Trompeter.
Über Scheffel, sein Werk und den Trompeter gibt es im Bad Säckinger Stadtarchiv sehr viel interessantes Material, neben vielen Büchern auch Originalfotos des Trompeterfilms u.v.a.
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© 2011: Marco Schwarz