Als Reichsstift unterstand das Kloster nur der Rechtssprechung des König. Die Gerichtsbarkeit nahm stellvertretend der Klostervogt wahr. Sehr bald nach Übernahme der Vogtei durch die Habsburger wurde das Vogteilehen zum Erblehen. Aus diesem Grund wurde Säckingen keine freie Reichsstadt, sondern zählte immer zum habsburgischen Erbbesitz.

Ansicht von der Mumpfer Fluh
Diese Ansicht von der Mumpfer Fluh zeigt recht genau die Lage der ehemaligen Rheininsel. Der rechte Rheinarm begann in der Biege unterhalb des Kraftwerks und erstreckte sich bis zu der Baumgruppe im Vordergrund am Ufer rechts. Im unteren Teil des ehemaligen Flussarms floss bis in die 70er Jahre der Giessenbach. Vor einigen Jahren wurden fast alle alten Pappeln gekillt und der Bachlauf "renaturiert".

Das älteste Säckinger Siegel (Bildquelle: Stadtarchiv Bad Säckingen) zeigt den "Siechenmann", einen kranken Wanderer mit Krückstock und Trinkschale, was wohl auf die alte Tradition des Säckinger Thermalbades hinweist. Spätere Siegel zeigen den heiligen Fridolin mit dem toten Urso, darunter in einem Schild das Wappen mit dem Sack. Das Wappen zeigt einen weißen Sack in schwarzem Feld mit darüberliegendem weißen Schildhaupt. Das weiße Schildhaupt wurde später zu rot geändert.
Weitere detaillierte Informationen finden Sie wiederum in "Säckingen. Die Geschichte der Stadt" im Stadtarchiv.

Die Altstadt vom deutschen Ufer
© 2011: Marco Schwarz