Die Geschichte Bad Säckingens
 
 

20. Jahrhundert: Gegenwart

Gegenwart - Ende der Geschichte?

Wohl nicht. Irrtümlicherweise meint man oft, Geschichte sei "das Zeug von früher". Kaiser, die sich unverständlicherweise durch die Alpen quälten und nach Italien zogen; Mönche und Nonnen, die nicht soffen und hurten, sondern sich der Andacht und der täglichen Arbeit hingaben; Menschen, die auf Gott vertrauten und sich ihrem Alltag zufrieden hingaben.

So etwas gab es? Ja, sicher. Und wir sind die Nachkommen dieser Menschen einer fernen Zeit.

Gib Gas, ich will Spaß. Klar, nur zu. Gib Gas, während ich meinen düsteren Gedanken nachhänge und andere auch weiterhin Geschichte gestalten.

Was aus unserer Gegenwart wird in zwanzig, in hundert Jahren wichtig und interessant genug sein und in eine Geschichtsdarstellung aufgenommen? Der Untergang des Abendlandes? Vielleicht. Das Ende aller Kriege? Kaum vorstellbar. Eine friedliche, konfliktfreie Gesellschaft? Nach allem, was ich weiß, ist das das Unwahrscheinlichste.

Lassen wir uns überraschen, mit etwas Freude und etwas mehr Bangen vielleicht. Und hoffentlich bemerken wir es, wenn gerade wieder einmal Geschichte "stattfindet".

Merianstich 1644
Merianstich, 1644
(Repro aus dem Stadtarchiv Bad Säckingen)

Das jüngsten Ereignis in Bad Säckingen war die Lohgerbebebauung, der Versuch, die Autos aus der Altstadt zu verbannen, und die großflächige Bebauung der Rheinau als Wohnviertel.

Wird eines Tages eine Autobahn den Verkehr der grauenhaften Bundesstrasse 34 aufnehmen? Werden genügend neue Ideen erdacht, um allen Einwohnern weiterhin ein ausreichendes Einkommen zu sichern?

Werden sich die Menschen besser oder schlechter verstehen? Wir werden sehen.

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